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IMAGO / Cinema Publishers Collection
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„Baywatch”: Das machen Mitch Buchannon, C.J. Parker, Craig und Jill heute

Schöne Menschen laufen am Strand entlang – “Baywatch” hat uns eindrucksvoll gezeigt, dass mithilfe von klug eingesetzter Zeitlupe sogar ein relativ simpler Plot  eine Serie erfolgreich machen kann. Und zwar so erfolgreich, dass sie mit 1,1 Milliarden Zuschauern in 144 Ländern zeitweise die meistgesehene Serie der Welt war. Aber natürlich hatten die Rettungsschwimmer von Malibu mehr zu tun, als nur gut auszusehen. Chef Mitch Buchannon (David Hasselhoff) fischte mit seinem Team aus sexy Badenixen und muskelbepackten Bademeistern nicht nur täglich unvorsichtige Schwimmer aus dem Ozean, gemeinsam mit C.J. Parker (Pamela Anderson), Craig Pomeroy (Parker Stevenson) und Jill Riley (Shawn Weatherly) fing er Serienmörder, bekämpfte Haie, brachte Umweltsünder hinter Schloss und Riegel und traf auch schon mal auf eine Meerjungfrau.

“Baywatch” lief in den USA von 1989 bis 2001, in Deutschland strahlte Das Erste am 31. August 1990 die erste Staffel aus. Auch heute noch sind häufig Wiederholungen der 11 Staffeln im Fernsehen zu sehen, aktuell läuft “Baywatch” auf RTL Nitro.

„Baywatch” bestand aus einer großen Anzahl fester Schauspieler, die in nahezu jeder Staffel zu sehen waren, aber viele Darsteller wechselten auch durch, verließen die Serie für ein paar Folgen und kamen später wieder. David Hasselhoff blieb in seiner Paraderolle Mitch Buchannan fast bis zum bitteren Ende dabei. Wie ist es ihm und seinen Teammitgliedern Pamela Anderson, Parker Stevenson und Shawn Weatherly nach dem Ende der Show ergangen?

1. David Hasselhoff alias Mitch Buchannon

Was soll man zu “The Hoff” schon sagen? Der Mann ist einfach Kult! Mit seinen Rollen des Michael Knight in “Knight Rider” (1982 bis 1986) und des Mitch Buchannon in “Baywatch” (1989 bis 2001) katapultierte er sich Ende des letzten Jahrhunderts an die Spitze der Beliebtheitsskala. Er steht als “Most watched TV Star in history” im Guinness Buch der Rekorde und war in den 90ern der Star, der am häufigsten auf dem Cover der “Bravo” war.

Zu Ruhm kam David Hasselhoff nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Sänger. Dass er 1989 mit “Looking for Freedom” die Berliner Mauer zu Fall gebracht hat, ist höchstwahrscheinlich übertrieben, aber Hasselhoff erhielt weltweit über 45 Gold- und Platinauszeichnungen für seine Musik. Sein neuestes Album “Party Your Hasselhoff” erreichte im September 2021 auf Anhieb Platz 4 der deutschen Album-Charts.

Dass er in Deutschland mit seiner Musik erfolgreicher ist als in seinem Heimatland USA, ist dort häufig Inhalt witziger Anspielungen, wie zum Beispiel im Ben Stiller Film “Voll auf die Nüsse”, in dem Hasselhoff einen Kurzauftritt als deutscher Völkerball-Trainer hat. 2013 zog er sogar ins deutsche “Promi Big Brother” Haus und 2021 wurde er in der ProSieben Show “Wer ist das Phantom?” demaskiert.

Überhaupt spielt David Hasselhoff gerne mit seinem Image. Wenn er im knappen roten Badehöschen im “SpongeBob Schwammkopf Film” (2004) über den Strand läuft oder in der britischen Comedy-Serie “Hoff the Record” (2015 bis 2016) sich selbst als alternden Ex-Superstar parodiert, wird klar, der Mann nimmt sich nicht zu ernst.

Dabei musste er 2007 einen großen Skandal überstehen: In einem YouTube Video sieht man David Hasselhoff betrunken auf dem Boden liegend einen Cheeseburger essen. Gefilmt wurde das Ganze von seiner 16-jährigen Tochter, was zum kurzfristigen Verlust des Sorgerechts für Hasselhoff führte. Kurz darauf gab Hasselhoff zu, ein Alkoholproblem zu haben. Bis heute kämpft er mit der Sucht und begibt sich immer wieder in Entzugskliniken. Das mag auch daran liegen, dass er mit dem Verlust seines Superstar-Status schwer zurechtkommt. Die ganz großen Rollen bleiben aus, viele Flops pflastern seine Karriere und immer wieder machen Gerüchte den Umlauf, der ehemals 100 Millionen schwere Schauspieler sei bankrott. 

David Hasselhoff ist seit 2018 in dritter Ehe mit der 27 Jahre jüngeren Verkäuferin Hayley Roberts verheiratet. Von seiner zweiten Frau hat er zwei Töchter: Taylor-Anne (*1990) und Hayley-Amber (*1992). 

2. Pamela Anderson alias C.J. Parker

Ihr Name wird für immer mit einem knappen roten Badeanzug verknüpft sein: Pamela Anderson wurde zwar erst in Staffel drei als C.J. Parker Teil des “Baywatch” Teams, aber die Rolle machte sie zu einem weltweiten Sexsymbol. Kaum ein Teenager-Zimmer in den 90ern kam ohne ein Plakat der Blondine aus, sie war 14 Mal auf dem Cover des “Playboy”.

Pamela Andersons erster Film “Barb Wire “(1996) war ein kommerzieller Erfolg, brachte ihr aber die Goldene Himbeere als “Schlechteste Newcomerin” ein. Auch in der Hauptrolle der Serie “V.I.P. – Die Bodyguards” (1998 bis 2002) wurde sie nicht gerade zum Kritiker-Liebling, aber Anderson war zeit ihres Lebens klar, dass hauptsächlich ihr Aussehen verantwortlich für ihre Karriere ist. Sie vergrößerte Ende der 1980er Jahre ihre Brüste auf 85h, mittlerweile sind sie aber wieder auf ein leicht überdurchschnittliches Maß geschrumpft.

Pamela Anders ist ein gern gesehener Gast in TV-Shows. 2010 sorgte sie mit ihrer Teilnahme an der zehnten Staffel “Dancing with the Stars” für die höchsten Einschaltquoten seit Beginn der Show und sie zieht gern mal für kurze Zeit weltweit in die “Promi Big Brother” Häuser, 2013 in Deutschland.

Für Aufsehen sorgt Anderson auch bis heute mit ihrem Liebesleben. Ihre Ehe mit Mötley Crüe Schlagzeuger Tommy Lee hielt in den 1990er Jahren die Boulevard-Presse auf Trab, bis hin zum berühmten Sex-Video, das 1995 aus einem Safe in ihrem Haus gestohlen und veröffentlicht wurde. Die Ehe mit dem Skandalrocker, aus der zwei Söhne (Brandon Thomas geboren1996 und Dylan Jagger geboren 1997) hervorgingen, wurde 1998 geschieden. Danach war Pamela Anderson noch viermal verheiratet, davon einmal mit Rocksänger Kid Rock und zweimal mit demselben Mann, Produzent Rick Salomon. 2020 heiratete sie ihren Bodyguard Dan Hayhurst.

Anderson ist Veganerin und engagiert sich aktiv für die Rechte von Tieren. Anfang 2021 zog sie sich aus allen Social Media Profilen zurück. In ihrem letzten Instagram Post warnt sie ihre Fans vor denen, die “Kontrolle über euer Gehirn” haben wollen. 

3. Parker Stevenson alias Craig Pomeroy

Parker Stevenson war in der ersten Staffel “Baywatch” Teil des Haupt-Ensembles, stieg dann aus und kehrte für einzelne Folgen der Staffeln acht und neun in seiner Rolle des Craig Pomeroy zurück. Stevenson wurde 1977 durch die Hauptrolle in der US-amerikanischen Mystery-Serie “The Hardy Boys/Nancy Drew Mysteries” (1977 bis 1979) bekannt. In Deutschland kannte man ihr vor “Baywatch” vor allem aus der 2. Staffel der ABC-Erfolgsserie “Fackeln im Sturm” (1987).

Neben “Baywatch” hatte Stevenson auch eine wiederkehrende Rolle als Steve McMillan in der Fox-Serie “Melrose Place”, einem Ableger der Kult-Serie “Beverly Hills, 90210”. Danach war Parker Stevenson nur noch in kleineren Film- und Fernsehrollen zu sehen. Von 2017 bis 2020 spielte er den Louis Osmond in der Netflix Jugendserie “Greenhouse Academy”. 

Neben der Schauspielerei reist Stevenson gerne und ist seit über 20 Jahren ein begeisterter Fotograf, dessen Werke bereits in einigen Ausstellungen veröffentlicht wurden.

Stevenson war von 1983 bis 1997 mit der Schauspielerin Kirstie Alley verheiratet. Das Paar adoptierte zwei Kinder: 1992 einen Jungen namens William und 1994 ein Mädchen namens Lillie. 2018 heiratete er die Promi-Köchin Lisa Schoen.

4. Shawn Weatherly alias Jill Riley

Shawn Weatherly spielte in der ersten Staffel “Baywatch” die erfahrene Rettungsschwimmerin Jill Riley, die leider an den Folgen eines Hai-Angriffs stirbt. Weatherly kam aus der Welt der Schönheitswettbewerbe und wurde 1980 Miss USA und Miss Universe.

Nach ihrer Rolle in “Baywatch” spielte Shawn Weaverly nur noch kleinere Gastrollen in Serien (1999 “Chicago Hope”) und Filmen, vornehmlich im Horrorbereich.

Shawn Weatherly lebt mit ihrem Ehemann Chip Harris und den zwei Kindern Jackson und Jessica in Newport Beach. Neben der Schauspielerei arbeitet sie im Immobilienbereich.

In Folge 22 der 10. Staffel “Baywatch: Hawaii” wird Mitch Buchannon in eine Unterwasser-Explosion verwickelt. Auch wenn sein Körper nie gefunden wird, gilt er als tot und taucht in der 11. Staffel nicht auf. Im Film “Baywatch – Hochzeit auf Hawaii” (2003), der als offizieller Abschluss gilt, ist er wieder lebendig.

“Baywatch” gilt als die erfolgreichste Serie des 20. Jahrhunderts. Sie wurde in über 144 Ländern ausgestrahlt und zeitweise von über 1,1 Milliarden Zuschauern verfolgt. Trotz vorwiegend schlechter Kritiken wurde die Show in den 1990er Jahren zu einem Popkultur-Phänomen und machte rote Badeanzüge und das Rennen in Zeitlupe zu Klassikern.

Stephanie Holden, gespielt von Alexandra Paul, stirbt in der 13. Folge der siebten Staffel (“Ein Abschied für immer”), als sie während eines Bootsausflugs ein Teenager-Mädchen retten will, aber von dem Schiffsmast erschlagen wird, der im Sturm vom Blitz getroffen wurde.

“Baywatch” hat insgesamt 11 Staffeln und 243 Folgen. Ab Staffel 10 wurde ein Großteil der Besetzung ausgetauscht und der Drehort von Kalifornien nach Hawaii verlegt. Die Staffeln 10 und 11 (1999 bis 2001) laufen deshalb unter dem Namen “Baywatch: Hawaii” und werden manchmal als eigene Staffeln eins und zwei gezählt.