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ESC: Manipulationsvorwurf im 2. Halbfinale

© IMAGO / ANP

Selbst beim größten europäischen Musikwettbewerb läuft nicht immer alles rund. Beim Eurovision Song Contest 2022 soll das Voting nicht ganz korrekt abgelaufen sein. Gleich sechs Länder müssen mit den Konsequenzen leben.

  • Am Samstag, den 14. Mai, fand der Eurovision Song Contest 2022 statt.
  • Sechs Jurys waren zuvor disqualifiziert worden.
  • Ihnen wird Manipulation bei der Stimmenvergabe vorgeworfen.

Der ein oder andere wird sich gewundert haben: Beim diesjährigen ESC wurden die Jury-Punkte teilweise von ESC-Supervisor Martin Österdahl (48) verkündet. Außerdem fehlten die detailierten Ergebnisse dieser Länder auf eurovision.tv. Es geht um Aserbaidschan, Georgien, Montenegro, Polen, Rumänien und San Marino. Die European Broadcasting Union (EBU) teilte jetzt mit:

Bei der Analyse der Jury-Abstimmung […] nach der zweiten Generalprobe des zweiten Halbfinals des Eurovision Song Contest 2022 wurden bestimmte unregelmäßige Abstimmungsmuster in den Ergebnissen von sechs Ländern festgestellt.

European Broadcasting Union

ESC: Es werden Ersatzergebnisse berechnet

Die EBU nehme alle mutmaßlichen Versuche, die Abstimmung beim Eurovision Song Contest zu manipulieren, äußerst ernst und habe das Recht, solche Stimmen gemäß den offiziellen Abstimmungsanweisungen zu entfernen, hieß es weiter. „Unabhängig davon, ob solche Stimmen die Ergebnisse und/oder den Ausgang der Abstimmung beeinflussen könnten.“

Die EBU berechnet nun ein Ersatzergebnis für jedes betroffene Land, sowohl für das zweite Halbfinale als auch für das große Finale. Das geschieht auf der Grundlage der Ergebnisse anderer Länder mit ähnlichen Abstimmungen in der Vergangenheit. Ob die Untersuchung der EBU erfolgreich sein wird, ist fraglich. Auffälligkeiten beim ESC-Voting 2021 konnte letztlich auch nicht auf den Grund gegangen werden.

Skandale jeglicher Art beim ESC

Neben immer wiederkehrenden Manipulationsvorwürfen wurde der Eurovision Song Contest auch schon von Skandalen anderer Art überschattet. Eines der jüngeren Beispiele: der ESC 2021. Damals sorgten die italienischen Gewinner für einen Aufreger. Während einer Einblendung sah es so aus, als würde sich Måneskin-Frontmann Damiano David (23) über den kleinen Tisch vor sich beugen. Auf Twitter kursierte schnell das Gerücht, er könnte Kokain konsumiert haben. Auf der ESC-Pressekonferenz stellte Damiano klar: „Ich nehme keine Drogen. Ich nehme kein Kokain, niemals.“ Thomas, der Gitarrist der Band, habe vielmehr zuvor ein Glas zerbrochen.