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„Germany’s Next Topmodel“ 2022: Heidi Klum kritisiert Designer

© IMGAO / J. Krick / Future Image

Es ist wieder soweit: Im Frühjahr 2022 startet die 17. Staffel „Germany’s Next Topmodel“. Und dieses Mal soll so einiges anders werden – NOCH diverser. Heidi plauderte auf einer Pressekonferenz zum Staffelstart aus dem Nähkästchen.

  • „Germany’s Next Topmodel“ 2022 startet im Frühjahr auf ProSieben.
  • Die 17. Staffel der Casting-Show soll noch diverser werden.
  • Neben jungen Models sind diesmal auch drei ältere Damen zwischen 51 und 68 dabei.

Mit dem Start der 17. Staffel „Germany’s Next Topmodel“ wird sich wohl so einiges ändern. Das ließ Heidi Klum auf einer Pressekonferenz auf der griechischen Insel Mykonos raushängen.

Heidi Klum will bei „Germany’s Next Topmodel“ 2022 die Modewelt verändern

Heidis Vision ist klar: sie Modewelt verändern. Das sagt Heidi Klum auf Mykonos. Wie das Model auf der Pressekonferenz erklärt, ist das aber noch ein steiniger Weg.

Bereits im letzten Jahr gab die Model-Mama den Startschuss für eine Veränderung in der Branche: Mit einem Curvy Model und einem Petite Model machte sie die Modewelt und die Sichtweise auf das Modelgeschäft bereits ein Stück diverser. Wie die 48-Jährige jetzt aber erklärte, reicht ihr das noch nicht. Mit Model-Konfektionsgrößen von 30 bis 54 sendet sie ein klares Signal – und stößt auf Unverständnis bei Designern.

Ich bin bereit dafür! Aber ist das die Fashionwelt auch?“

Heidi Klum auf einer Pressekonferenz über mehr Diversität im Mode-Business

Absagen von Designern und gleichzeitig geforderte Diversität

Heidi Klum brachte deutlich zum Ausdruck: Ihr fehlt das Verständnis für die Designer. „Viele [Designer] sind abgesprungen, weil sie uns für diese Maße nichts geben konnten“, erzählt sie. Unter den Namen seien vor allem auch viele namhafte Label. Verstehen kann das Supermodel die Reaktionen nicht: „Sie sagen, sie wollen Diversity, aber so wirklich dann auch nicht. Das ist immer so ein komischer Zwiespalt: Die wollen das alle, sagen sie. Aber dann, wenn man das auch gerne machen möchte, gibt es nur wenige die mitziehen.“

„Germany’s Next Topmodel“ will ein Zeichen setzen – und holt ältere Models mit ins Boot

Diversität ist aber nicht nur eine rein körperliche Frage. Im letzten Jahr traten auch ein Curvy Model, also ein etwas Model mit etwas üppigeren Maßen sowie ein Petite Model, also ein Model, das kleiner ist als die eigentlichen Modelmaße, mit an. Das kam bei den Zuschauer:innen gut an. Nun will Heidi Klum auch die anderen Facetten der Diversität hervorheben. Warum also nicht auch ältere Models mit in den Wettbewerb holen?

Unser kleinstes Model ist 1,54 Meter groß, unser Größtes 1,93 Meter, die größte Kleidergröße ist eine 54 und unser ältestes Model 68.

Heidi Klum über die neue Staffel GNTM

Klare Zeichen! Damit hofft Heidi Klum, den Modedesignern „einen Tritt in den Hintern zu verpassen“. Das vorherrschende Schönheitsideal hat nicht nur bei den Designern, sondern auch bei den Models selbst Spuren hinterlassen, erklärt Klum. Es hätten Teilnehmer:innen vor ihr gestanden, die in Tränen ausgebrochen sind, weil sie von ihr als „schön“ bezeichnet wurden.

Germany's Next Topmodel
© IMAGO / Eurokinissi

An der Show selbst habe sich durch die Neuerungen aber eigentlich nicht viel geändert: Heidis Ziel sei es immer gewesen, das Model zu finden, dass das besondere Etwas hat. Und das ist auch jetzt möglich.

Das Alter der Models bringt eine weitere Änderung mit sich

Jetzt, wo auch ältere Models auf den Laufsteig gehen und um den Titel „Germany’s Next Topmodel“ 2022 kämpfen, ändert sich aber doch noch etwas.

„Obwohl ich weiß, wie sehr alle vermissen werden, wie ich ‚meine Määäädchen‘ sage. Aber wenn Barbara, Lieselotte und Martina am Set stehen, mit ihren 68, 66 und 51 Jahren, kann ich sie ja schlecht Mädchen nennen“, erklärt Heidi.

Auf die Floskel müssen wir dieses Jahr wohl also verzichten – dafür dürfen wir uns auf ganz viel Diversity freuen!