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Horst Lichter spricht über seine Ehe-Probleme

Um sie häufiger zu sehen, hat er sein Traumhaus im Schwarzwald aufgegeben: Horst Lichter spricht über Eheprobleme.

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IMAGO / Horst Galuschka

Um sie häufiger zu sehen, hat er sein Traumhaus im Schwarzwald aufgegeben: Horst Lichter ist seit 25 Jahren mit seiner Frau Nada zusammen. In einem „Bunte“-Interview verriet er jetzt, dass die Ehe nicht immer einfach war.

Grund: Seine ständige Abwesenheit, weil er in Köln die ZDF-Sendung „Bares für Rares“ dreht. Über 220 Folgen dreht der Moderator im Jahr. Das bedeutet über 200 Nächte im Jahr im Hotel verbringen. Da Horst Lichter (59) aber in Badenweiler im Schwarzwald wohnte, wo er sich eine alte Traumvilla umgebaut hatte, konnte er abends nicht nach Hause fahren. 470 Kilometer waren einfach zu weit. Seine Frau Nada (49) konnte er deshalb nur an rund 50 Abenden im Jahr sehen. Doch damit ist Schluss: Horst Lichter hat die Notbremse gezogen und ist samt Frau in die Nähe seiner Arbeitsstätte gezogen.

„Was nützt das schönste Haus, die schönsten Spielsachen, wenn man nie da ist?“, begründete Horst Lichter in der Zeitschrift Frau im Spiegel den Umzug. Jetzt könne er endlich ganz normale Abende mit seiner Frau verbringen. „Ich genieße das unfassbar“, sagte Lichter.

Horst Lichter: Fernsehkoch, Kabarettist, Buchautor und Moderator

Der gebürtige Rheinländer ist in Deutschland als Koch, Kabarettist, Buchautor und Moderator bekannt. Seit 2013 steht der sympathische und lebenslustige Schnurrbartträger für die ZDF-Show „Bares für Rares“ vor der Kamera.

Horst Lichter wurde am 15. Januar 1962 in Nettesheim bei Köln geboren. Nach einer dreijährigen Ausbildung zum Koch arbeitete er für drei Monate in einem Ausflugslokal. Nach weiteren Jahren Arbeit in zwei Restaurants verging ihm zunächst die Lust am Kochen. Statt in der Küche zu stehen arbeitete Lichter nun in einer Braunkohlefabrik, später erfüllte er sich den Traum von einem Laden, in dem sich alles befand, was er sich wünschte: alte Autos, Motorräder, Kitsch, Antiquitäten, Trödel, Essen und Trinken – ein Ort der Geselligkeit.
Nach einer krankheitsbedingten Pause veränderte Horst Lichter schließlich sein Leben komplett. Im Januar 1990 eröffnete er einen Teil einer renovierten alten Halle als Club für Freunde und Bekannte. Sein Konzept: Kochen mit Zutaten aus der Region und unorthodoxe Zusammenstellungen – es sollte einfach nur schmecken! Sein Club wurde immer bekannter und Lichter fand seine Liebe zum erlernten Beruf wieder. 1995 wurde sein Club zum Restaurant „Oldiethek“. Ende 2010 wurde es geschlossen.

Seit Jahren spielt Horst Lichter in kleinen Theatern und erzählt Geschichten aus seinem Leben. Daneben war er immer wieder auch im Fernsehen zu sehen – so unter anderem in der Sendung „Goldener Grill 2005“ und der „Fußball-WM Show“ im ZDF. Zwischen 2005 und 2012 war er regelmäßig in „Kerner kocht“ (bis 2008) und der Nachfolgesendung „Lanz kocht“ präsent. Auch im „ZDF-Fernsehgarten“ tritt er gelegentlich auf.

Von 2006 bis 2017 war er Moderator und Koch von „Lafer!Lichter!Lecker!“. In „Die Küchenschlacht“ ab 2008 wirkte er als Moderator und Jurymitglied mit. Im Oktober und November 2009 moderierte er jeweils eine Ausgabe von „Aber bitte mit Sahne“. Hier hatte er Mike Krüger (69) bzw. Andrea Kiewel (55) zu Gast. Im Januar 2011 fungierte er als Urlaubsvertretung von Steffen Henssler (48) bei der Show „Topfgeldjäger“.

Im Sommer 2013 moderierte Horst Lichter zusammen mit zwei Kollegen aus dem Gerry-Weber-Stadion in Halle „Deutschlands große Grilllshow“, im Sommer 2014 folgte „Die große Grillshow“.

Als ausgewiesener Trödel-Fachmann sucht Horst Lichter seit 2013 in „Bares für Rares“ Zuschauer, die aus ihren Fundstücken in Keller, Speicher oder Garage bares Geld machen wollen.

Von Oktober 2016 bis März 2017 moderierte Horst Lichter die Sendung „Koch im Ohr“, in der jeweils zwei Kochlaien unter Anleitung von zwei Profiköchen kochten.

Seit 2017 präsentiert er zudem die Abendshow „Bares für Rares – Deutschlands größte Trödelshow“ als Abendshow in der Primetime mit prominenten Raritätenbesitzern und sieben Händlern als Experten. 2017 wurden drei Sendungen auf Schloss Ehrenburg produziert. 2018 folgten drei Sendungen und ein Weihnachtsspecial von Schloss Drachenburg und 2019 weitere vier Sendungen, davon zwei aus dem Schweriner Schloss und zwei von Schloss Drachenburg.

Lichter bekommt zahlreiche Auszeichnungen

Horst Lichter wurde 2014 mit der Goldenen Kamera als bester TV-Koch ausgezeichnet und erhielt 2019 eine Romy in der Kategorie Show/Unterhaltung. Er ist Autor mehrerer Kochbücher. 2016 veröffentlichte er unter dem Titel „Keine Zeit für Arschlöcher!“ seine Biografie. Darin beschreibt er auch, warum er sich gerade in seiner Rolle in „Bares für Rares“ besonders wohl fühlt. Die Sendung wurde 2017 in der Kategorie „Bestes Factual Entertainment“ für den Deutschen Fernsehpreis sowie den Adolf-Grimme-Preis nominiert. 2018 erhielt sie die Goldene Kamera als Bestes Dokutainment-Format und 2019 den Deutschen Fernsehpreis als Bestes Factual Entertainment.