Prinz Andrew schaut ernst
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Prinz Andrew: Anklage wegen sexuellen Missbrauchs

Seit Monaten steht er immer wieder in den Schlagzeilen – nun muss sich Prinz Andrew einer Klage wegen sexuellen Missbrauchs stellen. Eine Frau hat den Sohn von Queen Elizabeth II. angezeigt.

Weil er sie als Minderjährige missbraucht haben soll, hat US-Amerikanerin Virginia Giuffre bei einem New Yorker Gericht nun Anklage gegen Prinz Andrew erhoben. Die wirft dem Royal vor, sich sexuell an ihr vergangen zu haben. Der Vorfall steht in Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal um den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.

  • Prinz Andrew muss sich einer Anklage wegen sexuellen Missbrauchs stellen.
  • Der Sohn von Queen Elizabeth II. soll eine Amerikanerin als Minderjährige mehrfach missbraucht haben.
  • Bislang hat Prinz Andrew sämtliche Missbrauchs-Vorwürfe vehement abgestritten.

Bittere Nachricht für das britische Königshaus. Weil er sie als Minderjährige mehrfach missbraucht haben soll, hat eine Amerikanerin bei einem New Yorker Gericht nun Anklage gegen Prinz Andrew (61) erhoben. Schon mehrfach hatte Virginia Giuffre dem zweitältesten Sohn von Königin Elizabeth II. (95) vorgeworfen, sich in ihren jungen Jahren an ihr vergangen zu haben. Nun fordert sie Schadensersatz, wie unter anderem der TV-Sender ABC unter Berufung auf Giuffre und ihre Anwälte berichtete.

Die Anklage soll im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal um den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein stehen, der sich 2019 im Gefängnis das Leben nahm. Mehrfach soll Prinz Andrew in Epsteins Anwesen in der USA und der Karibik übernachtet haben. Von den kriminellen Machenschaften seines Freundes will der Prinz jedoch nichts gewusst haben, wie er zuletzt immer wieder betonte.

Prinz Andrew leugnet bislang sämtliche Missbrauchs-Vorwürfe

Schon in den vergangenen Monaten war Prinz Andrew ins Kreuzfeuer der Medien geraten. Der Vater zweiter Töchter, Prinzessin Eugenie (31) und Prinzessin Beatrice (33), war wegen seiner Verwicklungen in den Epstein-Skandal auch in seiner Heimat Großbritannien immer stärker unter Druck geraten. Der Bruder von Prinz Charles (72) hatte daraufhin alle öffentlichen Aufgaben niedergelegt und sich kaum noch in der Öffentlichkeit blicken lassen.

Sämtliche Vorwürfe, die bislang im Raum standen, hat der 61-Jährige aber immer wieder vehement abgestritten. Zu der Anklage durch Virginia Giuffre wolle er sich laut ABC bislang jedoch nicht äußern. Den Ermittlungen wolle Andrew aber nicht im Wege stehen. So soll er zugesagt haben, allen zuständigen Ermittlungsbehörden helfen zu wollen. Vor der New Yorker Staatsanwaltschaft hat er bislang aber noch nicht ausgesagt.  

Prinz Andrew in Missbrauchs-Skandal verwickelt? Das britische Königshaus schweigt eisern

Für die Royal Family ist der Skandal um Prinz Andrew ein Tiefschlag. Bislang schweigt der Palast eisern zu den Vorwürfen – und auch ein katastrophales BBC-Interview, in dem Andrew seinen Ruf wiederherstellen wurde, wurde bislang nicht kommentiert. Reagieren musste Queen Elizabeth II. dennoch, immerhin steht der gute Ruf der Familie damit auch abseits des Streits mit Herzogin Meghan (40) auf dem Spiel. Andrew wurde von seinen royalen Pflichten befreit, Aufgaben nimmt er derzeit nicht wahr. Auch seine Beförderung zum Admiral liegt auf Eis.

Prinz Andrew mit Prinz Charles, Prinz William und Prinz Harry bei der Beerdigung von Prinz Philip
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Bei offiziellen Anlässen hat man den 61-Jährigen zuletzt so gut wie nie gesehen. Die einzige Ausnahme stellte die Beerdigung seines Vaters Prinz Philip (†99) dar. Bei der emotionalen Zeremonie erwies Andrew seinem Vater an der Seite seiner Geschwister, Kinder, Nichten und Neffen die letzte Ehre.